Die Kanarischen Inseln – welche passt zu wem?

Das Archipel vor der Küste Westafrikas ist aufgrund der milden Temperaturen ganzjährig ein beliebtes Reiseziel. Keine der sieben Inseln gleicht der anderen, jede ist individuell und einzigartig. Doch welches Eiland eignet sich für wen? Dieser Artikel erklärt es.

Sonne, Strand und mehr: die Kanaren
Sonne, Strand und mehr: die Kanaren | Foto: Pixabay / Hans-2

Teneriffa – die Kontrastreiche

Teneriffa ist die vielleicht facettenreichste Kanareninsel. Der imposante Pico del Teide – mit fast
4.000 Metern der höchste Berg Spaniens – teilt Teneriffa in zwei Hälften. Im Norden gibt es deutlich mehr Regen, dafür werden Naturliebhaber mit saftig grünen Wäldern, fruchtbaren Tälern und subtropischen Pflanzen belohnt.
Im Süden hingegen findet man an der Costa Adeje und um El Médano endlose Strände, große Ferienanlagen, ein reges Nachtleben und Sonne satt.

Majestätisch: „Papá Teide“ auf Teneriffa
Majestätisch: „Papá Teide“ auf Teneriffa | Foto: Pixabay / jordi_martos

Teneriffa ist die richtige Wahl für Naturliebhaber, die gerne schöne Landschaften entdecken ebenso wie für Sonnenanbeter, die in den besten Hotels am Strand von Teneriffa einen Badeurlaub genießen möchten.

Fuerteventura – die Stürmische

Wer erstmals auf der zweitgrößten Kanareninsel ankommt, mag zunächst erschrecken, denn die Landschaft mutet auf den ersten Blick spröde und grau an wie eine Mondlandschaft. Die wahre Schönheit Fuerteventuras erschließt sich jedoch spätestens beim Anblick der scheinbar endlosen Sandstrände, die das Eiland zu einem Badeparadies machen, das sich auch für Familien mit Kindern eignet.
Den Namen bekam Fuerteventura (fuerte=stark, ventura=Winde) vom Passatwind, der heftig weht und viele Segler und Surfer auf die Insel lockt.
Fuerteventura ist das perfekte Ziel für Urlauber, die sich nur ungern von Strand und Wasser wegbegeben.

Gran Canaria – die Abwechslungsreiche

Auf Gran Canaria kommt jeder auf seine Kosten. Bettenburgen, Shoppingmeilen und Party rund um die Uhr finden sich hier ebenso wie atemberaubende Berglandschaften mit verträumten Dörfern. Während vor allem die Südküste mit Hotelgiganten und Vergnügungsmeilen Pauschaltouristen anlockt, können sich Naturliebhaber im Inselinneren über tolle Wandermöglichkeiten mit Bergen, Schluchten und Stauseen freuen.
Gran Canaria ist perfekt geeignet für alle, welche die richtige Mischung aus Strandleben, Vergnügen und Natur suchen.

Lanzarote – die Feurige

Diese Insel polarisiert. Während der eine von der surreal anmutenden Kraterlandschaft fasziniert ist, findet der andere diese langweilig oder schlicht hässlich. Vor etwa 300 Jahren versank bei einem mächtigen Vulkanausbruch ein Viertel Lanzarotes in Lava und Asche. In den Montañas del Fuego (=Feuerberge) kann man sich eindrucksvoll überzeugen, wie warm die Erdoberfläche noch immer ist.

Raue Schönheit: Lanzarote
Raue Schönheit: Lanzarote | Foto: Pixabay / Barni1

Eine Attraktion Lanzarotes ist das Muséo Atlántico mit einem beeindruckenden Unterwasser-Skulpturenpark, der per Glasbodenboot oder Tauchgang besucht werden kann.
Lanzarote ist das richtige Urlaubsziel für Hobbyvulkanologen und Surfer. Sonnenanbeter kommen an weiten Stränden im Osten der Insel auf ihre Kosten.

La Gomera – die Individuelle

Bettenburgen à la Gran Canaria oder Teneriffa? Fehlanzeige ! Hier wohnt man in Ferienhäusern, Fincas oder kleinen Hotels. La Gomera kann nicht direkt angeflogen, sondern ist nur über eine Fähre von Teneriffa aus erreichbar, was den Massentourismus fernhält. Üppige Vegetation, grandiose Berglandschaft und exotisch anmutende Terrassenfelder geben der Insel ein besonderes Flair. Nicht nur für Urlauber, die das Besondere suchen, auch für Aussteiger und Hippies ist La Gomera ein beliebtes Ziel. Lohnenswert ist der Besuch des Garajonay Nationalparks, der seit über 30 Jahren Teil des UNESCO-Welterbes ist.

La Gomera ist geeignet für Menschen, die abseits der Touristenströme Erholung in einer außergewöhnlichen Umgebung suchen.

La Palma – die Grüne

Die grünste der Kanareninseln ist ein Eldorado für Naturfreunde. Mit einem Wegenetz von 850 km gilt sie als DIE Wanderinsel. Der Urwald Los Tilos und der Nationalpark Caldera de Taburiente bieten einzigartige Naturerlebnisse, San Andrés im Nordosten gilt als das schönste Dorf der Kanaren.

La Palma ist die Insel der Entschleunigung. Wer diese sucht, ist hier genau richtig.

El Hierro – die Kleine

Mit weniger als 300 Quadratkilometern ist El Hierro die kleinste der Kanareninseln und gilt als die ursprünglichste. Vor ca. 20 Jahren wurde El Hierro zum UNESCO-Biosphärenreservat erklärt. Wer Trubel, Strände und Shopping sucht, ist hier falsch. Die wenigen Ministrände sind wegen der starken Strömung nicht zum Baden geeignet. El Hierro punktet mit Natur, Einsamkeit und einem der schönsten Tauchreviere Spaniens.

Ideal für alle, die Stille und sanften Tourismus suchen.

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