Rom an einem Wochenende

Ein Wochenende in Rom ist wenig Zeit, um die diese faszinierende Stadt mit ihren zahlreichen Gesichtern zu entdecken. Die Distanzen zwischen den einzelnen Sehenswürdigkeiten sind teilweise ganz schön weit, der innerstädtische Verkehr ist mörderisch und alleine schon die enorme Dichte an historischen Denkmälern, schönen Plätzen, Kunstschätzen und vielen Dingen mehr ist in einer solch kurzen Zeit nicht zu bewältigen. Das Beste ist also, sich auf ein paar ausgewählte Unternehmungen zu konzentrieren, und diese dafür auch mit etwas Zeit und Muße zu genießen.

Das antike Zentrum Roms und typische römische Stadtviertel

Wer zum ersten Mal in Rom ist, der muss natürlich einige der antiken Stätten gesehen haben. Auch davon gibt es so viele, dass an einem Wochenende nur ein Bruchteil davon gestreift werden kann. Zentral in der Stadtmitte liegen das Forum Romanum, das Kapitol und das Kolosseum relativ eng beisammen, sodass man diesen Rundgang bequem zu Fuß machen kann. Ein wesentlicher Vorteil dieser Tour ist, dass zwischen drin immer wieder erholsame Pausen eingelegt werden können. Die schönste Möglichkeit dafür bietet sich auf dem Palatin-Hügel, der vom Kolosseum aus zu Fuß zu erreichen ist. Einst residierten hier die römischen Kaiser und die reichen Römer. Zwischen den Überresten des antiken Luxusviertels gibt es wunderschöne Spazierpfade unter schattigen Pinien. Außerdem bietet der Hügel einen fantastischen Blick über das gesamte Forum Romanum und das moderne Rom. Ein weiteres Kleinod der Ruhe und Erholsamkeit liegt, völlig unerwartet, direkt hinter dem Forum. Der kleine Stadtteil Monti hat sich bis heute die Atmosphäre eines kleinen Dorfes bewahrt. Um die zentrale „Piazza della Madonna dei Monti“ geht es gemächlich zu. Nicht edle Einkaufsgeschäfte und Souvenirläden dominieren hier das Straßenbild, sondern kleine und feine Boutiquen, Bio-Läden, alternative Restaurants und typische Enotheken.

Ein Picknick im Park und ein romantischer Abend auf der berühmtesten Treppe der Welt


Im Sommer kann es in Rom sehr heiß werden. Viele Römer fahren dann an die nahe gelegene Küste oder sie treffen sich unter den schattigen Bäumen in den Gärten der Villa Borghese. In der riesigen Parkanlage nahe der „Piazza del Popolo“ und der „Spanischen Treppe“ gibt es neben zahlreichen Grünanlagen auch einen kleinen See und einen sehenswerten Zoo. Von der Aussichtsterrasse am Monte Pincio hat man einen wundervollen Blick über Rom. Darüber hinaus befinden sich drei Museen in den historischen Gebäuden. Die „Galleria Borghese“ gehört zu den bedeutendsten Kunstsammlungen in Europa. Ein absolutes Highlight und bei den Römern sehr beliebt, ist das „Globe Theatre“. Es liegt mitten im Park und ist ein originalgetreuer Nachbau des Theaters in London, in dem im 16. Jahrhundert die Stücke von Shakespeare aufgeführt wurden. In der Freilichtbühne in Rom werden auch heute nur Shakespeare-Aufführungen gegeben, die nicht nur wegen der traumhaften Kulisse des Parks ein unvergessliches Erlebnis sind. Eine lohnenswerte Alternative für den Abend ist die „Spanische Treppe“, auf der man das lebhafte römische Leben an sich vorbei ziehen lassen kann.

Rom abseits der großen Touristenströme

Wie in jeder Großstadt leben auch die Römer vorwiegend in ihren Vierteln und Stadtteilen (quartiere). Wer Rom abseits der touristischen Routen kennenlernen will, der muss sich gar nicht so weit vom historischen Zentrum entfernen. An der östlichen Seite des Tibers liegt beispielsweise das Stadtviertel Testaccio. Früher war hier der Schlachthof und in dem Viertel wohnten vorwiegend Arbeiter. Heute ist es ein beliebtes Wohnviertel vorwiegend für jüngere Römer. Die ehemaligen Schlachthofgebäude wurden zu Ausstellungsräumen, Konzertsälen, Diskotheken, typischen Restaurants und angesagten Bars. Gleich um die Ecke liegt der Stadtteil San Saba, der ebenfalls ein beliebtes Wohnviertel mit typisch römischer Infrastruktur ist. Auf dem mit roten Backsteingebäuden gesäumten Hauptplatz „Piazza Gian Lorenzo Bernini“ findet an jedem Vormittag ein Markt statt.

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