Stockholm an einem Tag

Ein Tag ist nicht viel, aber Stockholm ist die ideale Stadt, um auch in dieser kurzen Zeit entdeckt zu werden. Die nordische Metropole bietet den Vorteil, dass zahlreiche Sehenswürdigkeiten in Gehweite entfernt sind. Wer im Sommer nach Stockholm kommt, der hat sogar besonders lange Tage, da dies die Zeit der hellen Nächte ist.

Ein erster Ausblick auf die Stadt am Wasser

Die meisten Sehenswürdigkeiten befinden sich in der Altstadt (Gamla stan). Diese wiederum liegt auf einer Insel, zu der mehrere Brücken führen. Das ist im Übrigen nur eine der 14 Inseln, auf die Stockholm gebaut ist. Einen wunderschönen Ausblick über die vom Wasser umgebene und durchzogene Stadt bekommt man vom 106 Meter hohen Turm des Rathauses (Stadshusset), der gegenüber der Altstadt in der Nähe des Bahnhofes liegt. Das Rathaus selbst ist ebenfalls eine Besichtigung wert. In dem imposanten Gebäude, in dessen Prunksälen jedes Jahr die Feierlichkeiten zur Nobelpreisverleihung stattfinden, sind zahlreiche Kunstschätze zu sehen. Darunter befindet sich der „Goldene Saal“ mit über 18 Millionen Mosaiksteinen, die mit goldener Farbe bemalt sind.

Ein Spaziergang durch die autofreie Altstadt

Vom Rathaus aus kommt man über die Centralbron (Zentralbrücke) in die Altstadt mit ihren verwinkelten Gassen. Besonders hier zeigen sich die zwei großen Pluspunkte der Stadt: Es gibt keinen Autoverkehr und das Wasser ist niemals weit. Die Hektik anderer Metropolen findet hier nicht statt. So lässt es sich wunderbar entspannt durch die pittoresken Straßen bummeln, vorbei an kleinen Boutiquen, Kunstgewerbeläden und Galerien. Zentraler Platz der Altstadt ist der historische Hauptmarkt (Stortoget), der von schönen Bürgerhäusern aus dem 17. und 18. Jahrhundert eingerahmt ist. Hier sollte man sich schon einmal Zeit für einen Kaffee nehmen und das bunte Treiben auf dem Platz an sich vorbeiziehen lassen. Die nächste Station könnte dann das königliche Schloss (Kungliga Slottet) sein. Unter der Woche findet täglich um kurz nach 12 Uhr die Wachablösung statt, an Sonn- und Feiertagen um 13 Uhr. Wer sich Zeit für eine Besichtigung nimmt, bekommt die königlichen Gemächer mit ihrer prunkvollen Ausstattung sowie den Thronsaal und die Schatzkammer zu sehen. Ebenfalls königlich geht es im Storkyrkan zu, dem im 15. Jahrhundert erbauten Dom. Er ist traditionell die Krönungs- und Hochzeitskirche des Königshauses und berühmt für seine zahlreichen Kunstschätze. Etwas kleiner dagegen, aber nicht weniger lohnenswert, ist die Kirche der deutschen Gemeinde St. Gertruds Kykra (auch Tyska Kykra), die im deutschen Barockstil eingerichtet ist. Um das besondere Flair von Stockholm richtig kennenzulernen, muss man zwischen oder nach den Besichtigungen unbedingt in einem der zahlreichen Cafés oder Restaurants am Wasser verweilen. Ein besonderes Erlebnis bietet eine Fahrt mit einer der städtischen Fähren, die die Inseln miteinander verbinden (nähere Infos unter: http://www.visitstockholm.com/de/Reisen/I-Stockholm/Tips-In-Stockholm/Innerstadtischer-Schiffsverkehr/).

Tipps für einen Streifzug durch die Kunstmetropole

Wer sich für Kunst interessiert, der ist in Stockholm mit seiner enormen Dichte an Museen genau richtig. Im Nationalmuseum befindet sich unter anderem eine umfangreiche Rembrandtsammlung. Das Kulturhuset am zentralen Platz der modernen City (Sergels torg, 111) bietet wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Kunst. Am östlichen Rand des Stadtzentrums lohnt sich ein Besuch von Djurgården. Die riesige Parkanlage ist das ehemalige Jagdrevier der königlichen Familie. Mitten drin liegt heute einer der am meisten besuchten Museen Schwedens, das Vasa-Museum. Es beherbergt das Schiff Vasa aus dem 17. Jahrhundert, das zu 95 % aus Originalteilen besteht und das weltweit das einzige seiner Art ist. Neben dem Nordischen Museum befindet sich auch noch das Freilichtmuseum Skansen in der Grünanlage. Skansen ist das älteste Freilichtmuseum der Welt. Zu sehen sind dort an die 150 alte Gebäude, die aus allen Teilen Schwedens zusammengetragen und vor Ort wieder aufgebaut wurden. Angeschlossen ist ein Wildgehege, in dem auch Rentiere leben.

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